Seminare vor Originalen

Der alternde Künstler: Spätstil als Kategorie des künstlerischen Oeuvres

Steffen Egle M.A.

Von den späten und letzten Werken eines Künstlers, wie sie auch die Stuttgarter Ausstellung Turner – Monet – Twombly. Later Paintings zeigt, geht eine besondere Faszination aus.
Dabei ist der Spätstil alles andere als eine unumstrittene oder gar leicht zu verstehende Kategorie der Kunstgeschichte. Vielmehr sind damit eine Reihe von sehr unterschiedlichen und häufig nur vagen Vorstellungen verbunden: die flüchtige, von grobem Duktus charakterisierte Malweise des alten Tizians oder des späten Rembrands etwa; die immer weiter reduzierte Formsprache Picassos oder eines Matisse. Wir erwarten einen zunehmender Grad von Vergeistigung oder Reflexion. Oder wir suchen nach Spuren einer Todesahnung, von der wir denken, dass sie das Schaffen des alternden Künstlers prägt. Oder wir glauben eine nachlassende Schaffenskraft, als Folge von beeinträchtigter Sehkraft oder körperlicher Schwäche, zu beobachten. In vier Sitzungen wollen wir uns den Fragen annähern, die der Spätstil verschiedener Maler und insbesondere der in der Ausstellung gezeigten Künstler aufwirft. Gerade am Beispiel von Turner, Monet und Twombly werden wir sehen, dass das Alterswerk gerade nicht von Schwäche, sondern von gesteigerter Lebenskraft und Kreativität geprägt ist.

  • 26.04. / 03.05. / 10.05. / 24.05.
    mit dem Ausstellungsassistenten Steffen Egle M.A.
    jeweils von 17:30 – 19 Uhr
    Keine Einzeltermine buchbar!

    Kosten: € 80 (regulär), € 60 (Mitglieder), € 30 (Studenten und Azubis) / Anmeldung erforderlich an: fuehrungsservice@staatsgalerie.de

Das Menschenbild im Wandel der Zeiten

Katja Nellmann M.A.

Das Bild des Menschen in der Kunst hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Wandlungen erfahren. Stand im 12. Jahrhundert noch das idealisierte Kultbild im Vordergrund, etabliert sich 100 Jahre später das private Andachtsbild, das den Betrachhter zum Mitleiden anregen soll. U.a. angeregt durch eine neue Sicht auf das Individuum im Humanismus und durch die Wissensvermittlung medizinisch-anatomischer Illustrationen tritt im 16. Jahrhundert schließlich das religiöse hinter das weltliche Figurenbild zurück. Von der frühen italienischen Tafelmalerei bis zum barocken Menschenbild werden wir diese Entwicklung anhand ausgewählter Bildbeispiele aus der Sammlung der Staatsgalerie nachvollziehen.

Die einzelnen Themen und Termine:

31.5: Die Geburt des Individuums im 13. und 14. Jahrhundert

7.6: Die Kunst steckt im Detail: Der Detailrealismus in der Kunst des 15. Jahrhunderts

14.6: Das Porträt der Dürerzeit

21.6: Von der Renaissance bis zum Barock: Italienische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts

  • 31.05. / 07.06. / 14.06. / 21.06.

    jeweils 18 – 19.30 Uhr; Keine Einzeltermine buchbar!

    Kosten: € 80 (regulär), € 60 (Mitglieder), € 30 (Studenten und Azubis) / Anmeldung erforderlich an: fuehrungsservice@staatsgalerie.de

Heute im Museum
18.05.12

15:00 Uhr
Bildertanz im Mai
Kinderpraxisführung für Kinder ab 4 Jahren ohne Anmeldung

16:00 Uhr
Turner - Monet - Twombly. Later Paintings
Ausstellungsführung

15:00 Uhr
Turner - Monet - Twombly. Later Paintings
Ausstellungsführung

Aktuell

An den Feiertagen kein Studiendienst...
....an den Feiertagen Christi Himmelfahrt (17.5.) und Fronleichnam (7.6.) findet jeweils kein Studiendienst in der Graphischen Sammlung statt. Danke für Ihr Verständnis!

Menschen im Wandel der Zeiten...
...für das Erwachsenenseminar mit Katja Nellmann M.A. ab dem 31. Mai, sind noch Plätze frei! Mehr …

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