Februar 2012 bis März 2012
Catharina Wittig M.A.
Das Seminar beschäftigt sich mit dem Begriff der Erinnerung sowie der je spezifischen Relation von Bild und Zeit bei den einzelnen Künstlern. Twomblys Kunst besteht darin, diese Erinnerung sichtbar zu machen und als Geste und Spur in seine Bilder einzuschreiben. Turner findet vom Memorandum des Ortes zum Image des Ortes und setzt Bild, Farbe, Bewegung und Zeit durch seine revolutionierende Malpraxis in ein neues Verhältnis. Dabei spielt der kontrollierte Zufall gerade in der Technik des Aquarells eine zentrale Rolle für Turners Modernität. Seine Malweise wird zudem in Bezug zu Goethes Farblehre gestellt. Monet zeigt in den sich auflösenden Farbstrukturen seines Spätwerks ebenfalls dieses neue Verhältnis von Bild, Zeit und Erinnerung und weckte somit das Interesse von Cy Twombly und der Abstrakten Expressionisten. Mit dem Mut sich den Erfordernissen ihrer Zeit malerisch zu stellen und ihre Kunst an neue Grenzen zu stoßen, um alte zu überwinden, setzten sie sich mit Imagination und Vision und der Frage nach der Herkunft sowie Nachträglichkeit der Bilder auseinander. Die Betrachtung der Exponate wird vor dem Hintergrund gemeinsamer Lektüre kunsthistorischer Texte vertieft.
Seminarinhalte
28.02. Neue Relationen. Zeit & Bild bei Turner, Monet, Twombly
06.03. Memorandum des Ortes. Vision & Erinnerung bei Turner, Monet, Twombly
13.03. Das Skripturale: Roland Barthes über Cy Twombly
20.03. Monet & Turner nach 1945
jeweils von 17 bis 18.30 Uhr
Keine Einzeltermine buchbar!
Kosten: 80 € (regulär), 60 € (Mitglieder), 30 € (Studenten, Azubis)
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